Du hast die Wahl

– nicht nur an der Urne!
Kolumbien

Der nationale Entwicklungsplan Kolumbiens fördert eine Politik, welche Energie- und Bergbauprojekte, Agrarindustrie und den Ausverkauf der Natur vorantreiben soll. Dies alles fördert auch den Klimawandel. Die kleinbäuerliche Landwirtschaft ist dadurch stark gefährdet. Natagaima beispielsweise, im Departament Tolima, registriert Temperaturen über 47°C, ist einer der heissesten Gemeinden in Kolumbien. Und die Temperaturen steigen immer mehr. Die Regenzeiten hingegen haben sich in den letzten Jahren um die Hälfte von vier auf zwei Monaten verkürzt. Wichtige Nutzpflanzen wie der Mais schaffen es nicht mehr, genug zu wachsen. Die Ernte geht verloren und mit ihnen die Samen fürs nächste Jahr. Dies alles zieht weitere Kreise: Wenn Seen austrocknen, ist weder Ackerbau noch Viehzucht möglich. Es entstehen Konflikte, weil Tiere Zäune durchbrechen, um nach Wasser zu suchen, oder weil einige Viehzüchter/innen Wasser aus Aquädukten für die Kühe missbrauchen, obwohl es für die Nutzung von Menschen vorgesehen wäre. Das führt dazu, dass Gemeinschaften umziehen oder ältere Menschen mit den Enkelkindern zurückbleiben. Auch die Kleinbäuerin Maria Claudina Loaiza aus Natagaima spürt den Klimawandel. Aufgeben will sie trotzdem nicht:

Das kannst du tun
  • Das Klima macht nicht an der Grenze halt

    Auch in der Schweiz kannst du dich für ein gesundes Klima einsetzen. Je öfter du deine Stimme ökologischen Anliegen wie zum Beispiel der Gletscher-Initiative gibst, umso mehr schützt du die Lebensgrundlage von Menschen, die bereits jetzt vom Klimawandel bedroht sind. So kannst du dazu beitragen, dass sich strukturell und tiefgreifend etwas ändert.
    Hier haben wir für dich jede Menge weitere Tipps zusammengestellt, die du im Alltag umsetzen kannst.

  • Komm an die KlimaGespräche

    Falls du wissen willst, wie du deinen CO2-Fussabdruck verringern kannst: Melde dich an für unsere „KlimaGespräche“: In diesem Workshop werden die eigenen Gewohnheiten in Bezug auf Wohnen, Mobilität, Ernährung und Konsum und deren Folgen fürs Klima analysiert und Lösungen erarbeitet. Sie zeigen, dass der eigene CO2-Fussabdruck um mindestens die Hälfte reduziert werden kann, egal, wie hoch er vorher war.
    Wir freuen uns auf deine Teilnahme! 

  • Das tun wir von Fastenopfer und Brot für alle

    Dürreresistentes Saatgut und Einsatz für das Recht auf Nahrung: Die grupo semillas unterstützt Gemeinschaften unter anderem darin, sich an den Klimawandel anzupassen – durch dürretolerantes Saatgut etwa, das nur einen Drittel Wasser benötigt. Zudem legt sie agrarökologische Gärten mit ihnen an.

    Dabei kombinieren sie Pflanzen so miteinander, dass sie sich gegenseitig vor Schädlingen schützen und mit Nährstoffen versorgen. So können die Bäuerinnen und Bauern ihre Saatgutbanken wiederaufbauen, ihre Produkte diversifizieren und diese verkaufen – und letztlich unabhängiger werden. Gerade in Corona-Zeiten ist Letzteres noch viel wichtiger geworden.
    Zusätzliche betreibt die Partnerorganisation von Fastenopfer und Brot für alle Lobbyarbeit, damit das Wohlergehen der Menschen, die Natur und das Klima geschützt werden und nicht hinter den Profit von Grossprojekten gestellt werden.

  • Das kannst du tun

    Unterstütze unsere Arbeit mit einer Spende, damit Menschen in Kolumbien, Brasilien und anderen Ländern im globalen Süden zu ihren Rechten kommen und sich gegen die Folgen des Klimawandels wehren können – auf Gemeindeebene, national und international.
    Danke für deine Spende!

Welche Auswirkungen hat unser Handeln auf andere Regionen?