Schweizer Geld bedroht das Klima

– und beeinflusst auch das Leben der Massai in Kenia
Kenia

Klimawandel und weitverbreitete Abholzung tragen in Kenia erheblich dazu bei, dass der Regen immer unzuverlässiger fällt und die Böden im Hügelland durch Erosion stark in Mitleidenschaft gezogen werden. Missernten sind die Regel statt die Ausnahme. Viele Kleinbauern und -bäuerinnen sind tief verschuldet, wozu nicht nur die hohen Schul- und Gesundheitskosten, sondern auch teure Inputs wie Hybridsaatgut, Dünger und Pestizide beisteuern. Oft haben die Menschen kaum genug zum Leben, manchmal reicht es nicht einmal mehr zum Essen. Die Coronakrise hat Korruption, Polizeigewalt und weitreichende Einschränkungen der Pressefreiheit weiter gefördert. Hohe Schul- und Gesundheitskosten und die fortschreitende Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen als Folge von Übernutzung und Klimawandel tragen zur Verschuldung grosser Teile der Bevölkerung bei. Der zunehmende Mangel an Wasser, fruchtbarem Ackerland und Weideflächen verursacht gewalttätige Konflikte zwischen nomadischen Viehzüchtergruppen und der bäuerlichen Bevölkerung. Der Klimawandel zieht für viele bereits weitere Kreise. Sie müssen sich anpassen:

Das kannst du tun
  • Verfügt deine Bank über menschenrechtliche Kriterien bei der Auswahl Ihrer Finanzpartnerinnen?

    Hat sie Ausschlusskriterien, die Investitionen in ökologische oder andere ethisch bedenkliche Geschäftsbereiche vermeidet? Frag bei deiner Bank nach, ob sie eine Desinvestmentstrategie haben, um aus Anlagen in Unternehmen, die an Förderung, Handel und Verarbeitung fossiler Energieträger (z.B. Kohle, Erdöl und Erdgas) beteiligt sind, auszusteigen.

  • Du möchtest dein Geld klimagerecht anlegen?

    Dann ist Oikocredit eine Möglichkeit. Damit legst du dein Geld klimaverträglich an und hilfst gleichzeitig, Armut zu bekämpfen.

  • Das machen wir

    Weniger Endwaldung, mehr Gesundheit: Die Mehrheit der ländlichen Bevölkerung in Kenia kocht auf traditionellen Herden. Doch die offenen Feuerstellen sind schädlich für die Gesundheit und das Klima: Das Sparöfen-Projekt von Fastenopfer schafft Abhilfe.

    Viele Menschen in ländlichen Gebieten kochen auf traditionellen Drei-Steine-Öfen. Der dabei entstehende Rauch hat verheerende Folgen für die Gesundheit – jährlich sterben in Kenia rund 22’000 Menschen infolge von Atemwegserkrankungen. Auch erfordern die Öfen viel Brennholz. Fastenopfer hat deshalb das Sparöfen-Projekt entwickelt.
    Die Sparöfen brauchen durch ihren Aufbau 60 Prozent weniger Brennholz als ein traditioneller Ofen. So bleibt mehr Zeit und Geld für anderes. Auch ist das Kochen schneller und sauberer geworden und die Gefahr von Unfällen am Herd bei Kindern massiv gesunken.
    Weniger Brennholz bedeutet auch, weniger Bäume fällen zu müssen – wichtige Speicher von CO2. Dieses bleibt nun im Boden und gelangt nicht durch Verbrennung in die Atmosphäre. Bis heute wurden rund 14’000 energieeffiziente Kochstellen installiert. 60’000 Tonnen CO2 sind so seit 2013 eingespart worden.

  • Das kannst du tun:

    Unterstütze unsere Arbeit mit einer Spende, damit Menschen in Kenia, Brasilien und anderen Ländern im globalen Süden zu ihren Rechten kommen und sich gegen die Folgen des Klimawandels wehren können – auf Gemeindeebene, national und international.
    Danke für deine Spende!

Welche Auswirkungen hat unser Handeln auf andere Regionen?