Unser Fleischkonsum und der Regenwald

Brasilien

Brasilien ist dick im Fleischbusiness drin und weltweit der grösste Exporteur von Soja und Rindfleisch – Soja, welches weltweit zu 95% an Tiere verfüttert wird. Für kein anderes Konsumgut der Welt wird so viel Land benötigt wie für die Herstellung von Fleisch und Milch. Obwohl nur 17 Prozent des Kalorienbedarfs der Menschheit von Tieren stammt, benötigen sie fast 4/5 des globalen Agrarlands (Fleischatlas 2018). Die Viehzucht ist zudem für rund 14,5 Prozent aller Treibhausgase verantwortlich, die der Mensch verursacht. Übermässiger Fleischkonsum hat zur Folge, dass viel Futtermittel und Weidefläche benötigt wird. Dies wird unter anderem durch Brandrodungen von Regenwald erreicht. Fehlender Regenwald führt wiederum zu massiven klimatischen Veränderungen, weil CO2, das im Boden und in den Bäumen gespeichert wurde, in die Atmosphäre gelangt. Und auch für die Menschen vor Ort hat diese Art von Landwirtschaft gravierende Auswirkungen – auch für Menschen wie Valdir da Rosa aus Brasilien.

Das kannst du tun
  • Verzicht auf Fleisch

    Mit dem Verzicht auf Fleisch – oder der Reduktion, vor allem von industriell hergestelltem Fleisch – leistest du einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Und wenn du dann Fleisch kaufst: Achte auf die Tierhaltung (artgerecht), die Transportwege (regional) und auf die Art (Bio).

  • Saisonales Gemüse

    Bohnen, Hülsenfrüchte, Nüsse und Getreide sind ein guter Ersatz zu den Nähstoffen im Fleisch. Wähle frische Produkte und vermeide Gemüse aus dem beheizten Gewächshaus, denn nicht-saisonales Gemüse aus beheizten Gewächshäusern verursacht höhere CO₂-Emissionen.

    Hänge dir dazu eine Saisontabelle an den Kühlschrank, dann weisst du immer, welche Früchte und Gemüse jetzt bei uns reif sind. Oder besser noch: Lege dir ein Gemüse-Abo aus der Region zu: Damit wirst du mit saisonalem und lokalem Gemüse und ohne grosse Transportwege beliefert.

  • Das machen wir von Fastenopfer und Brot für alle

    Die Länder, die am meisten vom Klimawandel betroffen sind, haben am wenigsten dafür getan. Gegen diese Ungerechtigkeit – und damit für Klimagerechtigkeit – setzen wir uns auch auf politischer Ebene ein: Im entwicklungspolitischen Schwerpunkt Klima und Klimagerechtigkeit von Brot für alle und im Internationalen Programm Energie und Klimagerechtigkeit von Fastenopfer.

    Wir bringen die Stimmen von Menschen, mit denen wir in Afrika, Asien oder Lateinamerika zusammenarbeiten, an internationalen Anlässen ein, z.B. an der Klimakonferenz in Polen oder Brasilien. Wir zeigen Missstände und Alternativen auf zur Art, wie wir als Staaten und Unternehmen wirtschaften, produzieren und konsumieren.
    Wir setzen uns dafür ein, dass die Rechte von lokalen Gemeinschaften höher gewichtet werden als Unternehmensgewinne – für eine klimaschonende Landwirtschaft und für eine Energieversorgung, die auch lokalen Gemeinschaften zu Gute kommt.

    In der Schweiz setzen uns für das Ziel «Netto Null bis 2040» ein. Es darf ab 2040 also weltweit nicht mehr CO₂ in die Atmosphäre gelangen, als die Erde ihrerseits absorbieren kann. Auf politischer Ebene setzen wir uns für die Gletscherinitiative ein und unterstützen die Totalrevision des CO₂-Gesetzes. Wir sind Teil der Klima-Allianz.

  • Das kannst du machen:

    Unterstütze unsere Arbeit mit einer Spende, damit Menschen in Brasilien, Indonesien und anderen Ländern im globalen Süden zu ihren Rechten kommen und sich gegen die Folgen des Klimawandels wehren können – auf Gemeindeebene, national und international.

    Danke für deine Spende!

Welche Auswirkungen hat unser Handeln auf andere Regionen?