KlimaGespräche

Nachhaltige Weihnachten

Startseite / KlimaGespräche / Nachhaltige Weihnachten

Weihnachten ist ein wunderbares Fest der Liebe und Verbundenheit. Noch schöner, wenn wir dabei nicht nur unseren Nächsten, sondern auch der Umwelt Sorge tragen. Hier findest du ein paar Tipps und Ideen, wie du Weihnachten nachhaltig feiern kannst.

Die Geschenke

Inspiration verschenken mit Büchern

Bringe deine Familie und Freunde mit guten Büchern auf nachhaltige Ideen, z.B mit den tollen vegetarischen oder veganen Kochbüchern von Kochstars wie Tanja Gandits (Tanja vegetarisch), Yotam Ottolenghi (genussvoll vegetarisch) oder Veganista Nicole Just (Die vegane Jeden-Tag-Küche) 

Ein super Buchtipp ist auch die Buchreihe «selber machen anstatt kaufen» von smarticular. Ob in der Küche, im Bad, im Haushalt, auf dem Balkon oder im Garten. In jedem Buch findest du spannende Tipps und Ideen, wie sich vieles einfach, preisgünstig und ökologischer selbst machen lässt. 

Und wer es noch etwas genauer wissen möchte, dem kann ich auch das Buch «Ökologisch – Fakten, Wissen, Tipps – nachhaltiger konsumieren in der Schweiz» aus dem Beobachter-Verlag von Stephanie Hess sehr empfehlen. Das Buch beinhaltet viele Fakten, zeigt Zusammenhänge auf und gibt Tipps, wie wir in der Schweiz nachhaltiger leben können.

Impulse setzten mit Geschenken

Auch bei gekauften Geschenken gibt es viele Möglichkeiten, nachhaltige Impulse zu geben und damit auch Ideen und Organisationen zu unterstützen, die sich mit deinem Geld für mehr Klimaschutz und Nachhaltigkeit einsetzen. 

Möchtest du deinen Liebsten Impulse geben für einen nachhaltigen Lebensstil und gleichzeitig ein Klimaschutzprojekt im Süden unterstützen? Dann verschenk doch einen Gutschein fürs Klima von Brot für alle und Fastenopfer. Damit ermöglichst du dem Beschenkten, an einem Online-Schnupperabend die KlimaGespräche kennen zu lernen und unterstützt gleichzeitig Bauernfamilien in Kolumbien bei der Anpassung an den Klimawandel oder den Schutz der Tropenwälder in Indonesien.

Wieso den Liebsten nicht eine Chromstahl-Lunchbox, Wachstücher oder eine Chromstahl-Flasche schenken und sie so für ein Essen ausser Haus ohne Verpackungsmüll zu motivieren. Essen von zu Hause mitnehmen hat noch andere Vorteile: Es kostet weniger und ich kann das Geld in Bioprodukte investieren. So weiss ich auch bei meinem Mittagslunch immer genau, was drin ist.

Haben deine Liebsten einen Balkon oder gar einen Garten? Auch hier lassen sich mit kleinen Geschenken schöne Impulse geben, etwa mit Bio-Saatgut von speziellen Gemüsen und Blumen (z.B. von der Familie Zollinger, die sich in zweiter Generation für den Erhalt alter Sorten und die Verbreitung von gutem Bio-Saatgut engagieren). Auch Nisthilfen für Garten- und Balkonmitbewohner (Wildbienehaus, Igelhaus, Vogelhäuschen z.B. zu bestellen bei der Vogelwarte Sempbach oder bei Bioterra) sind eine schöne Idee.

Oder du bingst deine Liebsten auf neue Ideen, indem du ihnen etwa ein Kit zum Selbermachen von Kosmetikprodukten schenkst, ein nachhaltiges und unverpacktes Waschmittel (z.B. bluu) oder einen Gutschein für ein Schnupperpaket von einem lokalen Gemüseabo.  

Und natürlich gibt es auch ganz viele Geschenke, die sich selber machen lassen, wie etwa Seifen, Konfitüren, schöne Teelichter, Kerzen, Tees etc. Da sind deiner Phantasie keine Grenzen gesetzt.

Wie wärs mit Zeit statt Zeugs?

Zeit ist für viele von uns heute das kostbarste Gut überhaupt. Wieso also nicht ein Stück davon an einen besonderen Menschen verschenken? Wie wäre es etwa mit einem Gutschein für einen gemeinsamen Ausflug, eine Wanderung, einem gemeinsamen Kochabend, Teenachmittag, Filmabend oder was auch immer du und dein besonderer Mensch gerne zusammen machen.

Auch Hilfe kann ein wunderbares Geschenk sein. Mein Partner und ich wünschen uns z.B. von den Grosseltern jeweils ein Wochenende Grosskinderhüten – das gibt uns etwas Zeit für uns und den Grosseltern und Kindern wertvolle Zeit zusammen. Andere Ideen sind z.B. ein Gutschien für eine Veloreparatur (sofern du handwerklich geschickt bist ; )), einen Tag Anpacken im Garten, fürs Bekochtwerden, fürs Fensterputzen oder was auch immer die Menschen um dich herum grad besonders gut brauchen können.

Der Weihnachtsbaum

Für viele Menschen ist Weihnachten ohne Baum unvorstellbar – doch muss es denn wirklich ein «Wegwerfbaum» sein? Mir haben die Bäume schon immer leid getan und weil wir den Platz dafür haben, haben wir seit mehreren Jahren einen Weihnachtsbaum im Topf, der den Sommer über im Garten verbringt und an Weihnachten für zwei Tage die Stube mit uns teilt. Schaut beim Kauf darauf, dass es sich um ein heimisches Nadelgehölz handelt.

Für Menschen, die nicht die Möglichkeit haben, einen Baum das ganze Jahr über zu beherbergen, gibt es auch die Möglichkeit, Weihnachtsbäume im Topf zu mieten. Vielleicht hast du das in deinem Ort schon mal gesehen – ansonsten gibt es da auch übers Internet lokale Anbieter wie Ecosapin oder Traumbaum.

Das Essen

Willst du ein klimafreundliches Menu für Weihnachten kreieren, dann sind das deine grössten Hebel: Auf Fleisch verzichten, regionalen, biologischen und möglichst saisonalen Gemüsen und Früchten (im Moment Lagerware) den Vorzug geben.

Hier ein einfaches und festliches Menu, mit dem ich meine Gäste gerne verwöhne.

Butternusskürbis-Schnitten mit Nudeln an einer Pilzrahmsauce

Zutaten:

Butternusskürbis
Olivenöl
Ein gutes Curry und Kreuzkümmel gemahlen
Salz

Zwiebel
Champignons
Getrocknete Steinpilze aus der Schweiz
Rahm oder Sojarahm
Sojasauce
Mehl
Petersilie 

Breite Bio-Nudeln

Zubereitung:
Butternusskürbis in Schnitze von ca 0.5 cm schneiden und in eine Schüssel geben. Olivenöl, Curry, Kreuzümmel und Salz zugeben und alles gut mischen.

Getrocknete Steinpilze in lauwarmem Wasser einlegen.

Zwiebel hacken und in etwas Butter (oder pflanzlichem Fettt) in einer Pfanne anbraten. In Scheiben geschnittene Champignons dazugeben und mitbraten bis sie langsam weich werden. Dann die Steinpilze dazu geben, alles mit Sojasauce ablöschen und leicht einkochen lassen.

Kürbisschnitze auf ein Backbleck geben und bei ca 200 Grad 20 Minuten backen.

Rahm und einen Löffel Mehl (zum Binden) zu den Pilzen hinzugeben und auf kleiner Flamme leicht eindicken lassen.

Gleichzeitig die Nudeln weich kochen.

Serviervorschlag:

Pilzragout über Nudeln geben und mit etwas Petersilie dekorieren.
Kürbisschnitze wie ein Plätzli neben den Nudeln anrichten.

Ich wünsche Euch von Herzen frohe Weihnachten!

Pascale, Verantwortliche Kommunikation KlimaGespräche