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Du hast Freundinnen und Freunde bei dir zum Essen eingeladen. Was tischst du auf?

Frage 1/5

Sehr gut!

Damit leistest du schon einen wichtigen Beitrag!
Brasilien

Wusstest du, dass die Viehzucht weltweit für rund 14,5 Prozent aller Treibhausgase verantwortlich ist, die der Mensch verursacht? Übermässiger Fleischkonsum hat zur Folge, dass viel Futtermittel und Weidefläche benötigt wird. Dies wird unter anderem durch Brandrodungen von Regenwald erreicht. Fehlender Regenwald führt wiederum zu massiven klimatischen Veränderungen, weil CO2, das im Boden und in den Bäumen gespeichert wurde, in die Atmosphäre gelangt. Hör dir an, was Valdir da Rosa aus Brasilien dazu sagt:

Das kannst du tun
  • Weniger Fleischkonsum schützt unser Klima

    Mit der Reduktion von Fleisch – vor allem industriell hergestelltem – leistest du einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Und wenn du dann Fleisch kaufst: Achte auf die Tierhaltung (artgerecht), die Transportwege (regional) und auf die Art (Bio).

     

Bewundernswert!

Damit gehörst du zu der einen Milliarde Menschen, die weltweit vegetarisch leben!
Brasilien

Brasilien ist dick im Fleischbusiness drin und weltweit der grösste Exporteur von Rindfleisch und Soja. Das Soja wird weltweit zu 95 Prozent an Nutztiere verfüttert. Mit einer fleischlosen Ernährung trägst auch du wesentlich dazu bei, dass der Regenwald in Brasilien nicht für Weideflächen gerodet wird, und dass er erhalten bleibt. Nicht umsonst nennt man den Regenwald «Die Lungen der Erde». Er erzeugt einen Fünftel des weltweit verfügbaren Sauerstoffs. Hör dir an, was Rosi de Souza aus Brasilien dazu sagt:

Das kannst du tun
  • Lassen wir den Regenwald, wo er ist.

    Bohnen, Hülsenfrüchte, Nüsse und Getreide sind ein guter Ersatz zu den Nähstoffen im Fleisch. Wähle frische Produkte und vermeide Gemüse aus dem beheizten Gewächshaus, denn nicht-saisonales Gemüse aus beheizten Gewächshäusern verursacht höhere CO₂-Emissionen.

    Gar nicht immer so einfach, was? Zwei Dinge, die dich aber als Vegi zum Umweltprofi machen:
    1. Saisonalität ist Queen! Hänge dir eine Saisontabelle an den Kühlschrank, dann weisst du immer, welche Früchte und Gemüse jetzt bei uns reif sind.
    2. Regionalität ist wichtig! Lege dir ein Gemüse-Abo aus der Region zu: Damit wirst du mit saisonalem und lokalem Gemüse und ohne grosse Transportwege beliefert:

Aber vielleicht mit etwas weniger?

Unser Fleischkonsum hat einen riesigen Einfluss auf den Regenwald.
Brasilien

Brasilien beispielsweise produziert jährlich 80 Millionen Tonnen Soja – einen Drittel allen Sojas weltweit. 95% weltweit davon wird an Nutztiere verfüttert. Damit Kühe weiden können, wird wiederum Regenwald gerodet: In Bäumen und Boden gebundener Kohlenstoff wird frei und befeuert das Klima. Methan aus Rindermägen und Lachgas aus gedüngten Böden geben dem Klima den Rest: Rund 14.5 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen gehen aufs Konto der Viehhaltung. Und was sagen die Menschen dazu, deren Wald abgeholzt wird für Monokulturen? Valdir da Rosa aus Brasilien sagt es dir:

Das kannst du tun
  • Gib dir einen Ruck!

    Würden alle Menschen in der Schweizer dreimal pro Woche klimafreundlich essen, käme die erzielte Wirkung auf Treibhausgase dem Wegfall von 750'000 Autos gleich. Überlegte Ernährungsentscheidungen haben das Potential, die CO₂-Emissionen unserer Lebensmittelversorgungskette um mindestens 50 Prozent zu reduzieren.
    Fleischlose Alternativen gibt es mittlerweile überall: Die einen werden dir besser schmecken, die anderen weniger – Finde es heraus! Und wenn du dann doch einmal Fleisch kaufst: Achte auf die Tierhaltung (artgerecht), die Transportwege (regional) und auf die Art (Bio).